Kamerafokus

Digitalkameras, Spiegelreflexkameras & alles zur Fotografie
 


Archiv: Allgemein

Sie ist überall. Sowohl in Zeitschriften, als auch großformatig auf Werbetafeln, die die Straßen der Städte flankieren. Sind diese Modefotografien nur ein Werbemittel oder erfüllen sie auch die Ansprüche der Kunstfotografie?

Das Produkt allein, wie zum Beispiel eine neue Tasche einer Modefirma, kann sich schon längst nicht mehr von selbst vermarkten. Es bedarf immer eines Mediums als Werbeträger, wie beispielsweise die Models, die sich in elegant verruchten Positionen über die Werbefläche legen, um dem Produkt die notwendige Inszenierung zu ermöglichen. So gelingt oft die direkte Verbindung von bestimmten Produkten mit dem Bildinhalt. Ohne das Werbebild könnte der potenzielle Käufer des Produkts die Tasche zum Beispiel nicht direkt zeitlich einordnen und somit wissen, wie aktuell das Modell ist. Die Modefotografie schafft zum Großteil das Image, dass das Modestück in der Öffentlichkeit ausstrahlt und kann die Verbreitung am direktesten steuern.
Doch Modefotografien müssen nicht nur den Marketingansprüchen genügen, sondern insbesondere auch der Kunstfotografie. Die Mode muss richtig interpretiert und im passenden Licht, in der entsprechenden Atmosphäre und mit den geeigneten Personen abgebildet werden. Alles muss stimmig sein und für sich schon ein individuelles, qualitativ hochwertiges Bild sein, doch das Produkt darf dennoch nicht in den Hintergrund geraten. Es ist wichtig die Balance zwischen Eigenständigkeit und Präsentation und Inszenierung zu finden. Schließlich sollte eine neue Tasche der Marke Longchamp nicht einfach nur auf dem Bild platziert sein, wie ein C&A-Accessoire. Eher sollte sie aus einem an sich bereits schönen Bild hervorleuchten und sich subtil dem Betrachter zeigen, um sich schließlich dennoch in sein Gedächtnis prägen.


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Bildbearbeitung verboten?

Autor: Anne
abgelegt in: Allgemein

Bei großer fotografischer Begabung, schießt man Bilder, die allein so schon perfekt sind. Leider ist das Ergebnis der meisten Fotos nicht perfekt. Und an diesem Punkt kommt die Bildbearbeitung ins Spiel.
Es ist sicherlich keine Schande an einer Fotografie eine Tonwertkorrektur oder die Helligkeit zu bearbeiten – oder etwa doch? Mit Programmen wie Photoshop gelingt das alles problemlos. Aber wo liegen die Grenzen zwischen Bildkorrektur und Retusche? „Orthodoxe“ Fotografen verurteilen die Bildbearbeitung, da sie finden, dass sie das Bild verfälschen würden.

Ich persönlich finde, dass es auf den Bildinhalt und die Absichten ankommt. Käme es dem Fotografen auf den dokumentarischen und wahren Charakter des Bildes an, sollte man sicherlich nichts oder maximal die Tonwerte korrigieren. Möchte man in seinen Bildern etwas Bestimmtes verdeutlichen, wie zum Beispiel einen Eindruck der mit grellen Farben zu tun hat, dann sollte man auch die Erlaubnis zur Übertreibung haben. Allerdings dürfte man in diesem Fall nicht seine Bilder als komplett authentisch etikettieren.

Oft kommt es beispielsweise bei Portraitaufnahmen zur Sichtbarkeit von unvorteilhaften Schatten oder Hautunreinheiten. Auch hier sollte es nicht verwerflich sein, wenn man mit dem Weichzeichner, natürlich im angemessenen Maße, oder dem Stempel ein paar Verbesserungen vornimmt. Stellt man aber fest, dass der Person auf dem Bild eventuell blonde Haare und blaue Augen besser stehen und sowieso der Bauch viel zu dick erscheint, so überschreitet man eindeutig die Grenze zur Retusche, wenn man dies alles verändert.

Es ist zwar nichts verboten und auch stark retuschierte Bilder können beeindrucken, aber dennoch kommt es auf die fotografische Absicht an, die einem schließlich erlaubt, wie viel man im Nachhinein an Bildern verändern darf.


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Kleine vs. große Digitalkameras

Autor: Anne
abgelegt in: Allgemein

Kameras passen inzwischen in jede Hosentasche und sind in fast jedem Haushalt zu finden. Praktisch sind sie ohne Zweifel. Genügen sie aber auch fotografischen Ansprüchen?

Man stelle sich vor, wie es vor zehn Jahren noch in den Urlaubstagen war. Man sieht eine Sehenswürdigkeit, holt die Kamera aus der Tasche, möchte abdrücken und dann ist der Film voll. Inzwischen kommen Urlauber mit dem zehnfachen an Urlaubsfotos wieder zurück. Das ermöglichte die Digitalfotografie und setzte einen großen Meilenstein in der Geschichte der Fotografie. Alle Fotos werden auf einer kleinen Karte (am häufigsten auf einer Secure Digital Card) gespeichert, die inzwischen Gigabytes von Bildmaterial aufnehmen kann.
Diese Kameras sind äußerst praktisch. Aber warum wird noch immer heiß diskutiert, welche Art zu fotografieren denn die bessere ist? Die analoge Variante von Spiegelreflexkameras oder die der Digitalkameras? Und warum fotografieren Profifotografen nicht mit kleinen „Digi-Knipsen“? Kleine Digitalkameras haben insgesamt den Nachteil, dass sie zu sehr einschränken. Man kann die Bildeinstellungen, bevor man ein Foto macht, meistens nicht selbst manuell einstellen (Schärfe, Weißabgleich etc). Es gibt zwar diverse Modi, wie Macro, Portrait, Landschaften und ähnliches, aber dem Profi genügt dies nicht. Möchte man aber einen schnellen Schnappschuss machen und auch für weniger anspruchsvolle Fotografien reichen kleine Kameras komplett aus, denn die Auflösungen sind groß und die Bedienung erfolgt einfach.
Wer nun auch auf das ständige Objektivwechseln (wie bei SLR-Kameras) verzichten möchte, aber dennoch keinerlei Einschränkung in den Einstellungen des Bildes, kann sich auch eine Kompaktkamera zulegen, die dann aber nicht mehr so klein wie die obengenannten Digi-Knipsen sind.


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