Foto-Tipps

Innenräume gekonnt fotografieren

Es ist sehr schwierig Innenräume gut zu fotografieren, da sie einen hohen Anspruch an Motivgestaltung haben. Doch zum Glück sind sie geduldig, sodass man genügend Zeit zum experimentieren hat.

Die Schwierigkeit liegt mit darin dreidimensionalen Gegenstand auf einem zweidimensionalen Medium (Foto) möglichst spannend und naturgetreu darzustellen. Hinzu kommt die oft schlechte Beleuchtung, die mit zusätzlichen Lichtquellen korrigiert werden muss. Aber da Gebäude statisch sind, kann man ach mit dem vorhandenen Licht und längeren Belichtungszeiten gute Ergebnisse erzielen.
Teilweise sind die Räumlichkeiten auch sehr beengt, sodass der Aktionsradius eingeschränkt ist. Mehr Flexibilität bietet in dem Fall ein Einbeinstativ, da es sehr platzsparend ist. Dann empfiehlt es sich auch, anstatt dem kompletten Raum nur ein markantes Detail aufzunehmen, um den Charakter eines Raumes einzufangen. Das kann ein Kamin, Möbelstück, Fenster oder einfach eine markante Lichtrichtung ein.
Bevorzugt werden bei Innenaufnahmen Weitwinkelobjektive, da ja nicht nur ein Gegenstand dargestellt werden soll. Problematisch dabei ist aber die einhergehende Verzerrung, die besonders stark an den Bildrändern auftritt. In Kombination mit dem falschen Kamerastandort kann dies zu so starken Verzerrungen führen, dass sie auch mit der Bildbearbeitung nicht korrigiert werden können. Um dies zu verhindern, kann die Kamera etwas außerhalb des Raumes positioniert werden. Die optimale Brennweite liegt zwischen mm. Die Normalbrennweite ab 35 genügt meist nicht um einen kompletten Raum abzubilden.
Um keine unnötigen stürzenden Linien zu verursachen, kann zusätzlich eine Wasserwaage an der Kamera hilfreich sein. Alternativ funktioniert auch das Raster, welches bei jeder Spiegelreflexkamera im Sucher eingeblendet werden kann. Der künstliche Horizont, wie ihn viele neuere Modelle besitzen, ist nur bedingt geeignet, da er nur kontrolliert, ob die Kamera gerade gehalten wird. Steht das Haus aber schief, wird das Bild ebenfalls ungerade. Das Raster hingegen kann an einer Kante des Raumes angelegt werden, so werden alle Linien wie gewünscht gerade.
Mit diesen Hilfsmitteln ist es recht einfach eine perfekte Symmetrie zu arrangieren, welche wiederum die Wirkung des Bildes intensiviert.

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