Foto-Tipps

Jahrmärkte – ein Spaß für Fotografen

Ob Kirmes oder Volksfest, beide Veranstaltungen bieten Fotografen eine Vielzahl an interessanten Motiven und Möglichkeiten alle möglichen Kameraeinstellungen auszuprobieren.

Auch die Kenntnisse in der Bildgestaltung können trainiert werden. Da die Bewegungsfreiheit oft eingeschränkt ist, empfiehlt es sich, einmal die Froschperspektive auszuprobieren Sie lässt nicht nur störende Elemente verschwinden (wie durch das Bild laufende Menschen), sondern lenkt auch den Blick gleich auf das Hauptmotiv. Ein gutes Weitwinkelobjektiv (um 18mm) ist dafür natürlich unverzichtbar. Dennoch sollte das Motiv in Anschnitt und keinesfalls in der Mitte stehen, da dies keine Spannung vermittelt und wenig Raum für bewegte Bildelemente lässt.
Aber auch mit Normal- und Teleobjektiven lassen sich gute Fotos machen. Oftmals sind gerade die Details der Karusells am interessantesten, sodass ein kleiner Ausschnitt vom Motiv meist spannender nicht als eine Gesamtansicht.
Sofern man die Möglichkeit hat die Szenerie von oben zu fotografieren, sollte die unbedingt wahrgenommen werden. Mit einem Teleobjektiv lassen sich in dieser Situation störenden Elemente, zum Beispiel Bäume, leicht ausblenden und gleichzeitig eine schöne Übersicht vom Geschehen fotografieren. Auch „langweilige“ Objekte, wie Verkaufsstände oder flanierende Menschen, lassen sich von oben spannender in Szene setzen. Zunächst wird ein enger Bildausschnitt festgelegt, da zu viele Elemente das Auge verwirren. Mit einer langen Belichtungszeit (um 1/60 Sekunde) werden die Bewegungen der Besucher verwischt, sodass das eigentlich unspannende Motiv mehr Dynamik erhält.
Zu guter Letzt kann auch die horizontale Perspektive aus Augenhöhe sehr spannend sein. Knifflig können dabei aber in das Bild laufende Menschen werden. Dies kann aber verhindert werden, indem man sich recht nah an vor das Fahrgeschäft stellt. Mit einem engen Bildausschnitt und einigen wenigen ruhigen Elementen, zum Beispiel unbewegte Teile des Fahrgeschäftes, lassen sich mit einer langen Belichtungszeit durchaus interessante Effekte erzielen. Durch die horizontale Bewegung, welche einzelne Details verwischt, erhält das Bild eine Richtung, während die statischen Elemente dem Bild Ruhe verleihen, welche es dem Betrachter ermöglicht bei diesen „Ruhepunkten“ zu verharren.

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