Foto-Tipps

Kleine vs. große Digitalkameras

Kameras passen inzwischen in jede Hosentasche und sind in fast jedem Haushalt zu finden. Praktisch sind sie ohne Zweifel. Genügen sie aber auch fotografischen Ansprüchen?

Man stelle sich vor, wie es vor zehn Jahren noch in den Urlaubstagen war. Man sieht eine Sehenswürdigkeit, holt die Kamera aus der Tasche, möchte abdrücken und dann ist der Film voll. Inzwischen kommen Urlauber mit dem zehnfachen an Urlaubsfotos wieder zurück. Das ermöglichte die Digitalfotografie und setzte einen großen Meilenstein in der Geschichte der Fotografie. Alle Fotos werden auf einer kleinen Karte (am häufigsten auf einer Secure Digital Card) gespeichert, die inzwischen Gigabytes von Bildmaterial aufnehmen kann.
Diese Kameras sind äußerst praktisch. Aber warum wird noch immer heiß diskutiert, welche Art zu fotografieren denn die bessere ist? Die analoge Variante von Spiegelreflexkameras oder die der Digitalkameras? Und warum fotografieren Profifotografen nicht mit kleinen „Digi-Knipsen“? Kleine Digitalkameras haben insgesamt den Nachteil, dass sie zu sehr einschränken. Man kann die Bildeinstellungen, bevor man ein Foto macht, meistens nicht selbst manuell einstellen (Schärfe, Weißabgleich etc). Es gibt zwar diverse Modi, wie Macro, Portrait, Landschaften und ähnliches, aber dem Profi genügt dies nicht. Möchte man aber einen schnellen Schnappschuss machen und auch für weniger anspruchsvolle Fotografien reichen kleine Kameras komplett aus, denn die Auflösungen sind groß und die Bedienung erfolgt einfach.
Wer nun auch auf das ständige Objektivwechseln (wie bei SLR-Kameras) verzichten möchte, aber dennoch keinerlei Einschränkung in den Einstellungen des Bildes, kann sich auch eine Kompaktkamera zulegen, die dann aber nicht mehr so klein wie die obengenannten Digi-Knipsen sind.