Kamerazubehör

Ministativ: Flexibel und standfest

Jeder Fotograf kennt das Problem: je weniger Licht, desto romantischer die Stimmung – aber auch umso größer die Gefahr verwackelter Bilder. Dank Ministativ muss aber niemand mehr auf romantische Bilder verzichten, nur weil das große Stativ mal wieder zu unhandlich für den gemütlichen Abend am Strand war.

Die Auswahl ist groß: vom flexiblen Schwanenhals-Stativ für einen Euro aus dem Auktionshaus bis hin zu den Boliden im dreistelligen Preissegment ist alles vorhanden. Welches für wen geeignet ist, nehmen wir nun unter die Lupe.

Die günstige Schwanenhals-Variante zeigt natürlich schnell Schwächen in der Stabilität. Mag sie für die Hosentaschen-Kompaktkamera ausreichend sein, gerät sie bei schwereren Prosumer- oder DSLR-Kameras schnell an ihre Grenzen – selbiges gilt für einfache Modelle mit kurzen ausklappbaren Beinchen. Doch auch namhafte Stativhersteller haben diesen Markt für sich entdeckt – ebenso wie innovative Unternehmen.
So bieten die traditionellen Stativbauer Manfrotto, Slik oder auch Novoflex standhafte Modelle an, teils gar mit Kugelkopf und Wechselplatte, um auch Fotografen mit schwererer Ausrüstung in den Genuß eines handlichen Allrounders kommen zu lassen.
Aber auch interessante Innovationen kommen für ambitionierte Fotografen in Frage: so bietet Joby den Gorillapod an, ein Ministativ mit Kugelgelenken in den Beinen, das nicht nur in verschiedenen Positionen abgestellt werden kann, sondern auch um Zäune, Äste und andere tragfähige Gegenstände gewickelt werden kann – das hat zwar seinen Preis, man erkauft sich damit allerdings auch ein Stück Freiheit und schont seinen Rücken – und die Kleidung.
Als weitere Alternative gibt es noch eine weitere Innovation: The Pod. Das Granulatkissen mit Stativgewinde kommt aus wasserdichter LKW-Plane daher und ist flexibel formbar – und stützt zudem nicht nur den Body, sondern auch das Objektiv. Zusätzlich kann die Kamera daran mit Halteriemen gesichert werden.
Als sinnvolles Zubehör für alle Modelle empfiehlt sich natürlich, um nicht permanent auf dem Boden liegen zu müssen, ein Fernauslöser, sofern für die Kamera erhältlich. Somit erweitert man den Einsatzbereich seiner Kamera um etliche Perspektiven und kreative Möglichkeiten, wie beispielsweise die Lichtmalerei.

Wie überall gilt also auch hier: nicht am falschen Ende sparen. Wer seine 3000 Euro teure Ausrüstung nicht in der Regenpfütze liegen sehen möchte, sollte hier gründlich abwägen und bereit sein, ein wenig mehr zu investieren – schließlich hält ein Stativ im Regelfall auch viele Jahre durch. Und man kann den Freundeskreis mit scharfen, farb- und kontrastreichen Bildern beglücken.