Foto-Tipps

Personen vor unscharfem Hintergrund fotografieren

Eine Person vor unscharfem Hintergrund zu fotografieren gehört zum absoluten Standartszenario, das jeder Fotograf beherrschen muss.

Dies ist auch gar nicht so schwer, da es nur auf die richtigen Kameraeinstellungen ankommt. Wichtig dabei ist, Blende und Brennweite aufeinander abzustimmen. Am besten gelingt das Freistellen der Person vor unscharfem Hintergrund mit offener Blende (also ein geringer Blendenwert) und erhöhter Brennweite ab 70 mm. Mit dieser Kombination wird die Schärfentiefe so weit reduziert, dass der Hintergrund unscharf erscheint.
Das Schöne dabei ist, dass der Hintergrund zu einer unscheinbaren Struktur reduziert wird und der Blick des Betrachters auf das Modell gelenkt wird.
Diese Kombination gelingt entweder mit der Blendenvorwahl oder dem manuellem Modus. Bei einem Blendenwert von f 2.8 oder f 4 entstehen wunderschöne Portaitfotos. Eine Brennweite von 70 bis zu 200 mm reduziert die Hintergrundschärfe zusätzlich.
Entscheidend ist natürlich auch der richtige Kamerastandpunkt. Normalerweise liegt dieser auf Augenhöhe des Modells. Bei einer größeren Person liegt der logischerweise etwas erhöht, während der Fotograf bei Kindern und kleinen Personen in die Knie gehen muss. Von oben fotografiert, wirken die Personen kleiner als sie sind.
Bei einer so hohen Brennweite ist auch der Abstand zwischen Modell und Fotograf wichtig. Als ungefähren Richtwert lässt sich ein Abstand von 1,5 bis 2 Meter definieren. Dann ist es wichtig, dass keine störenden Elemente zwischen Motiv und Fotograf liegen.
Der Fokuspunkt liegt logischerweise auf den Augen des Modells liegen. Denn diese sollen den Betrachter ja schön anstrahlen und am schärfsten auf dem Bild zu sehen sein. Da es nicht möglich ist, beide Augen zu fokussieren, wird eines bevorzugt. Meist ist es das, was dem Fotografen zugeneigt ist.

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