Foto-Tipps

Photoscape – schnelles und umfassendes Fotobearbeitungsprogramm gratis

Wie vor einiger Zeit schon berichtet, sind Gratis-Fotobearbeitungsprogramme eine gute Alternative zu Adobe & Co. – vorausgesetzt, man benutzt die richtigen Programme für den gewünschten Effekt. Als Alleskönner hat sich in letzter Zeit Photoscape zum klaren Favoriten herauskristallisiert – Grund genug, dieses Programm näher zu betrachten.

composition_ORANGE-jazz2007©Flickr/jean-louis zimmermann

Jedem ist es schonmal passiert: man kehrt enthusiastisch von einem Fotoausflug zurückkehrt, liest voller Vorfreude die Bilder auf dem heimischen Rechner und betrachtet die Bilder in Originalgröße – und der Enthusiasmus ist dahin: unscharfe Bilder, blasse Farben, störende Elemente. Alles Kleinigkeiten, die man auf dem kleinen Display der Kamera nicht bemerkt hat. Doch in Zeiten digitaler Fotografie ist so etwas kein Beinbruch: Fotobearbeitung und Retusche benötigen kein eigenes Fotolabor mehr – es reicht ein gutes Fotobearbeitungsprogramm und ein wenig Kenntnisse der Mal- und Retuschewerkzeuge bei der Bildbearbeitung. Zwar kann keins dieser Programme hexen, soviel steht fest: ein halbwegs brauchbares Ausgangsbild sollte vorhanden sein – doch reichen oft kleine Korrekturen, um ein Bild in völlig neuem Glanz erscheinen zu lassen und dem Motiv ein würdiges Abbild zu verleihen.

Unter unzähligen kostenlosen Programmen neben Giganten wie Adobe Photoshop, das für normale Hobbyfotografen in der Regel weit überdimensioniert sein dürfte, haben wir uns umgesehen und Photoscape als mächtiges Allround-Werkzeug entdeckt.

Tatsächlich: der Leistungsumfang von Photoscape deckt im Prinzip alles ab, was man sich nur wünschen kann: Albenverwaltung und Bildbearbeitung sind ebenso kein Problem wie sogar Stapelverarbeitung, also massenhaftem Bearbeiten von Bildern nach einem vordefinierten Arbeitsablauf.

Klar und aufgeräumt präsentiert sich der Startbildschirm von Photoscape – klickt man die Bildbearbeitung an, öffnet sich eine neue Oberfläche, wo links der Dateibereich erscheint und sich mittig der Hauptbildschirm befindet. Schnelle, oft wirkungsvolle Aktionen wie Beschneiden, Autokorrekturen von Kontrast, Farbton oder Helligkeit und Rahmen sind direkt in Reitern auf der Hauptseite hinterlegt.

Zwar sind automatische Korrekturen stets zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzujustieren, aber das ist ebenfalls kein Problem. In vielen Fällen ist es bereits ausreichend, den Bildausschnitt anders zu wählen, um dem Motiv eine völlig neue Perspektive zu verleihen. Zudem bringt Photoscape noch eine Kunstfilter mit, die, passend und in Maßen eingesetzt, ein Motiv völlig anders erscheinen lassen.

Wem das nicht ausreicht, kann auch selbst zum Pinsel greifen und Details im Bild händisch nachkorrigieren – so lassen sich manche unscharfen Bilder durch manuelles Schärfen von Konturen oder Weichzeichnen von Umgebungsausschnitten noch retten. Eine weitere Möglichkeit, ein auf den ersten Blick langweiliges Motiv hervorzuheben, besteht darin, ihm die Farben zu entziehen und die schwarz-weissen Kontraste zu verschieben.

Letztlich ist ein Bild immer nur so gut wie derjenige, der es erstellt hat – und entscheidend ist vor allem die Intention, die der Urheber damit bezweckt hat. Aufsehen erregen sie aber vor allem dann, wenn sie Geschichten erzählen und die Fantasie des Betrachters beflügen – und das zeigt, dass die Motivwahl der wichtigste Schritt zum perfekten Bild ist.