Foto-Tipps

RAW- Fotos entwickeln: Das Histogramm und die Farbtemperatur korrigieren

Für bessere Fotos lohnt es sich, im RAW Format zu fotografieren. Zwar benötigt man etwas mehr Zeit bei der Entwicklung, doch wenn man sich einen eigenen Workflow angewöhnt hat, sind die Ergebnisse überragend.

In erster Linie geht es darum, zu verstehen, was der RAW Konverter einem sagen will. Dies ist nach ein paar entwickelten Fotos auch gar nicht so schwer.

Das Histogramm lesen lernen

Das Histogramm befindet sich in der oberen rechten Ecke. Je nachdem wie die Regler darunter verschoben werden, ändert es sich und zeigt an, wie sich die Tonwertverteilung verschiebt. Im Grunde zeigt es also die Tonwertverteilung an, aber bei einer RAW Datei kann es noch mehr.

Klickt man nämlich auf die Pfeile in den oberen Ecken wird die Clipping Warnung aktiviert. Der rote Pfeil zeigt die ausgefressenen Lichter an, welche im Foto rot erscheinen. Der kleine weiße Pfeil zeigt die Tiefen an, welche keine Zeichnung mehr enthalten. Es ist wichtig zu wissen, wo sich beide Regionen befinden, damit sie später korriegiert werden können.

Die Farbtemperatur einstellen

Weiter geht es mit der Korrektur der Farbtemperatur. Standartmäßig ist der Weißabgleich der Kamera eingestellt. Ein Klick auf den kleinen schwarzen Pfeil offenbart allerdings weitere Einstellmöglichkeiten. Manchmal ist die Auto Funktion des RAW Konverters sehr treffsicher. Ist die Temperatur zu blau- oder gelbstichig, kann manuell etwas nachgeregelt werden.

Mit dem Farbregler darunter können Farbstiche korriegiert werden. Ist in einem Foto zuviel Magenta oder Grün enthalten, wird der Regler einfach etwas in die entgegen gesetzte Richtung verschoben und schon ist das Bild klar.

Beide Regler können auch kreativ eingesetzt werden, um eine Stimmung zu unterstreichen. Manche Ladschaftsaufnahmen profitieren von einem stärkeren Blaustich, sodass z.B. eine traurige oder düstere Stimung verdeutlicht wird, wie man schön an diesen Beispielen sieht.

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