Kameratechnik, Kamerazubehör

Speicherkarten – grenzenlose Auswahl, begrenztes Vergnügen

Jeder, der sich mit Digitalfotografie beschäftigt, kennt es: das Chaos der verschiedenen Speicherkarten. CompactFlash, SD, SDHC, SDXC, MicroSD, MiniSD, MMC oder MemoryStick – wir wollen die Verwirrung beseitigen und kommen zu einem wenig überraschenden Ergebnis: Geiz ist nicht immer geil.

Speicherkarten - so many choices©Flickr/Robert S. Donovan„Hast du den Kartenleser für die Videokamera gesehen?“ – „Welcher ist das?“ So oder so ähnlich hat sich dieser Dialog schon in vielen Haushalten abgespielt. Auf dem Markt wimmelt es vor unzähligen Speicherkartenmodellen, von denen nur manche miteinander kompatibel sind – auch wenn inzwischen der Großteil der Hersteller von Geräten mit Speicherkartenslot auf das SD-Kartenformat umschwenkt. Doch auch dort gibt es Unterschiede.

SD-Karten unterscheiden sich durch Größe und Bauweise (es gibt die „normale“ SD-Karte, die in den meisten Digitalkameras und größeren Geräten wie beispielsweise dem Estarling Connected Touch Screen Frame zum Einsatz kommt, und zusätzlich Mini- und MicroSD-Karten, die überwiegend in Mobiltelefonen und MP3-Playern zum Einsatz kommen), durch ihre Kapazität (SD definiert bis 2GB, SDHC bis 32GB, und seit 2009 sind mit dem neuen SDXC-Standards bis zu 64GB Speicherplatz verfügbar), und nicht zuletzt durch die Schreibgeschwindigkeit. Hohe Schreibgeschwindigkeiten sind aber nur für besondere Anwendungen zwingend notwendig – als Beispiele seien Serienaufnahmen mit hochauflösenden Digitalkameras oder mit HD-Videokameras genannt, wo in kurzer Zeit hohe Datenmengen auftreten. Für die Gelegenheitsfotografie sind Modelle mit geringerer Schreibgeschwindigkeit vollkommen ausreichend.

ConpactFlash (CF I/II) kommt als Speichermedium zunehmend seltener zum Einsatz, sind sie durch Preis und Technologie eingeschränkt gegenüber dem variablen SD-Format.

Sony setzt bei seinen Kameramodellen wie der neuen Cybershot DSC-WX1 dagegen weiterhin auf den hauseigenen MemoryStick, der ebenfalls in einer  Mini-Variante in den Handies der Unternehmenstochter SonyEricsson verwendet wird.

Alle Varianten haben aber eines gemeinsam: von billig bis unerschwinglich teuer sind alle Preisgattungen vertreten – und wer einmal einen Totalverlust aller ungesicherten Bilder auf einer billigen Speicherkarte durch einen Defekt am karteneigenen Controller erlebt hat, wird mir zustimmen: wer an seinen Bildern hängt, sollte vorab Testberichte studieren und gegebenenfalls einen etwas höheren Anschaffungspreis bezahlen – das garantiert zwar keine Datensicherheit, aber das Risiko ist deutlich vermindert gegenüber solcher Modelle, die für 5 Euro auf dem Grabbeltisch liegen.