Kamerafokus

Digitalkameras, Spiegelreflexkameras & alles zur Fotografie
 


Wohl einer der bekanntesten, wenn nicht sogar der Begründer der Straßenfotografie, war der New Yorker Fotograf Garry Winogrand. Nach einem Malerei Studium widmete er sich in den 50er Jahren der Fotografie und hinterließ einen umfassenden Schatz an bewegenden, lustigen und nachdenklich stimmenden Alltags Aufnahmen.

Garry Winogrand: New York City    ©Flickr.com/libbyrosof

Garry Winogrand: Godfather of Street Photography

Garry Winogrand als Künstler zu bezeichnen, ist zu wenig. Er war mehr ein Historiker oder Sozialforscher, der in seinen Bildern das facettenreiche Leben der Amerikaner festhalten wollte. Beeinflusst von den Werken American Photographs von Walker Evans und The Americans von Robert Frank stürzte er sich in den 50ern auf die Straßen New Yorks und verknippste mit seiner 35 mm Leica Unmengen an Filmmaterial, ohne dabei wahllos vorzugehen. weiterlesen »


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Eine tolle Gelegenheit seinen eigenen Stil in der Fotografie zu entwickeln, ist das Studium von fremden Arbeiten. Hier ein kleiner Überblick der wirklich sehr verschiedenen Fotoausstellungen, die man in nächster Zeit in München genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Pinakothek der Moderne  ©Flickr.com/digital cat ?

Fotoausstellungen in München: Historische Fotoalben und das alltägliche Nichts

„Fremde im Visier“ heißt die Ausstellung, die noch bis zum 28. Februar alte Schnappschüsse und Fotoalben aus dem Privatbesitz ehemaliger Wehrmachtssoldaten aus der NS- und Kriegszeit zeigt. Anhand der nicht gestellten und dadurch schonungslos ehrlichen Bilder kann man Fotografie von einem anderen Blickwinkel betrachten, fernab von Propaganda und geschönter Kriegsberichterstattung. Die Fotoausstellung ist ein Forschungsprojekt der Uni Oldenburg und im Münchener Stadtmuseum zu sehen. weiterlesen »


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Der 1838 in Nagasaki geborene Ueno Hikoma war ein Pioneer auf seinem Gebiet. Er war der erste japanische Fotograf und gehört damit zu den wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Fotografie des 19.Jahrhunderts.

Ueno Hikoma Unbekannt©Wikipedia

Der Begriff Fotografie wurde erstmals im Jahre 1839 von dem Astronomen Johann Heinrich Maedler in der Vossischen Zeitung erwähnt. Bis ins 20. Jahrhundert bezeichnete es Bilder, die durch Licht und chemische Behandlungen produziert wurden.

Ueno Hikoma - Werdegang

Ueno Hikoma studierte anfangs klassische chinesische Literatur und stieg ab 1852 auf Chemie um. Einer seiner Professoren besaß eine Kamera und führte ihn in dieses Medium ein. Zehn Jahre später eröffnete er in Nagasaki ein Fotostudio, das bis Ende des 19. Jahrhunderts noch existierte. Aufgrund seines Bekanntheitsgrades und seiner Fähigkeiten eröffnete er drei weitere Niederlassungen, die eine in Wladiwostok (1890), die anderen in Shanghai und Hong Kong (1891). weiterlesen »


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Boris Carmis Leben liest sich wie ein Abenteuerroman. Über Umwege reiste er als Jugendlicher aus Angst vor den Nazis quer durch Europa, um nach Palästina auszuwandern.  Das Fotografieren brachte der in Europa recht unbekannte Künstler sich als Autodidakt selbst bei und wurde im Laufe seines Lebens einer der bedeutendsten Militärfotografen, der eindrucksvoll die Geschichte des Staates Israel dokumentierte.

Boris Carmi – begnadeter Autodidakt und Militärfotograf  ©Flickr.com/Monica’s Dad

Boris Carmi - ein bewegtes Leben

Boris Carmis Lebensgeschichte liest sich wie ein Roman. Der in Russland geboren Fotograf reiste als Jugendlicher, nachdem die Familie durch den frühen Tod der Eltern und der Deportation der Schwester zerrissen war, mit Umwegen über Polen, Deutschland und Italien nach Paris, wo er an der Sorbonne Ethnologie studierte. Dort fing er bereits mit einer Iconta an zu fotografieren. Nachdem sich die Lage in Europa  um 1939 zuspitzte, ging er nach Danzig, um von dort nach Palästina auszuwandern. Als jedoch die Einreisepapiere auf sich warten ließen, machte er sich auf einem Frachter auf eigene Faust auf den Weg und entging so dem Schicksal des Holocausts. Mit seiner ersten professionellen Kamera, einer Leica, die er von einem Onkel geschenkt bekam, beginnt der begnadete Autodidakt sich immer mehr mit der Fotografie auseinander zu setzen.

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Diane Arbus war eine bedeutende amerikanische Fotografin und Fotojournalistin. Ihre künstlerische Leidenschaft spiegelt sich in ihren Werken wieder. Gelebt hat sie von 1923 bis 1971. Richtig bekannt wurden Dianes teilweise grotesken Bilder erst durch US-Magazine.

Die Fotoreportagen von Diane Arbus kann man fast nicht beschreiben. Da ich ihre Arbeit jedoch sehr schätze versuche ich sie einmal in Worte zu fassen. Die Fotografin zeigte schonungslose Porträts von Menschen, die man gern als Rand der Gesellschaft bezeichnet. Sie verband geschickt und sehr einfühlsam den schmalen Grad zischen Kunst und Fotografie. Sie galt als kontroverse Fotografin und ihre Bilder wurden häufig debattiert.

Diane Arbus©flickr/Topdog1

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Die Holga

Autor: Annika
abgelegt in: Kameramodelle

Sie ist bunt, sie ist schrill, sie ist kultig - und sie ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack: Die Holga. Die Kamera mit dem komischen Namen. Die, die immer so unscharfe und unberechenbare Bilder macht.

Holga © flickr / Ⅿeagan

“Was will man mit so einer Kamera?”, fragt ihr euch jetzt. Ausbrechen aus dem Zwang, bis ins Detail perfekte Bilder zu machen, spontan fotografieren - aus der Hüfte sozusagen. Einfach mal alle Regeln der Fotografie über Bord werfen und sich der Lomografie widmen. Und vor allem - und das ist heutzutage leider gar nicht mehr so üblich - back to the roots! Denn wer das Leben mit der Holga dokumentiert, der hält es auf Film fest, und zwar auf feinstem Mittelformat-Rollfilm. Weg mit dem digitalen Chip, aufhören mit der Fließband-Knipserei. Die Holga liefert einzigartige (teils auch eigenartige) kleine Kunstwerke.

Die Holga ist eine aus China stammende Mittelformatkamera, die durch ihre eher billige Bauart für jeden erschwinglich ist. Die Filmmaske im Inneren der Kamera kann herausgenommen werden, so dass wahlweise Bilder im Format 6 x 6 cm oder 4,5 x 6 cm gemacht werden können. Die wenigen Einstellungsmöglichkeiten der Holga beziehen sich auf die Wahl der Blende (f 8 und f 11), die Fokussierung (1, 2, 6, 10 Meter) und bei neueren Modellen die Farbfolie für den Blitz.

Holga @ flickr / daita

Ihre technischen Eigenheiten wie Farbverfälschungen, außergewöhnliche Effekte, mehr oder minder starke Vignettierung, Unschärfen oder Streulicht machen den Charme der Kamera aus. Man weiß also nie so genau, wie das Bild aussehen wird, das man gerade aufgenommen hat. Ausprobieren ist angesagt!


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Die bewegendste Zeit im Leben einer Frau ist mitunter sicher die Schwangerschaft.

Der eigene Körper verändert sich auf wundervolle Art und Weise. Zeit für mindestens genauso wundervolle und bewegende Bilder. Zeit für Schwangerschaftsfotos, die sinnlich und ästhetisch darstellen, das ein neues Leben entstanden ist.

Nicht nur die Chemie zwischen dem Model und Ihnen (dem Fotografen) muss stimmen, auch der Stil ihrer Fototechnik und Fotografien muss dem Model zusagen. Wenn sie die Möglichkeit haben, mal eine schwangere Frau, vielleicht im Freundes- oder Familienkreis abzulichten, dann ist mit einer guten Vorbereitung schon viel gewonnen.

Schwangerschaftsfotografie © flickr by davhor

Schwangerschaftsfotos - das ganz besondere Bild für einen ganze besonderen Umstand 

Sorgen sie für die richtige Musik, die eine entspannte und wohlige Atmosphäre entstehen lässt, auch kleine Snacks und etwas zu trinken sorgen für mehr Gemütlichkeit und Vertrautheit.

Ist soweit für alles gesorgt, sprechen sie mit dem Model und ihrem Mann, sofern er mit aufs Bild kommt/ kommen möchte, die verschiedenen Posen und Darstellungen durch.

Denn die Grenzen, was die werdene Mutter zeigen möchte und was lieber im Verborgenen bleiben soll, sind von  Frau zu Frau ganz unterschiedlich. Nicht das man beim Shooting ins Fettnäpfchen tritt, weil im Vorfeld Fragen unter den Tisch gefallen sind. Das könnte die Stimmung gründlich ruinieren, was man den Bildern dann auch ansehen wird.

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Fotocollagen selber erstellen

Autor: Anne
abgelegt in: Allgemein

Sicherlich erstellt man nicht jeden Tag eine Fotocollage, aber wenn besondere Anlässe vor der Tür stehen, ist eine Fotocollage eine schöne Sache.

Man kann sie aus Urlaubsbildern basteln oder als Geschenk für den Muttertag verwenden und auch nur mal so verschenken, um anderen eine Freude zu machen.
Wer ein bisschen versiert ist in Sachen Bildbearbeitung, der wird es gar nicht schwer haben, sich eine Fotocollage selber zu erstellen. Welches Bearbeitungsprogramm man dafür verwendet spielt keine Rolle, es muss aber auf jeden Fall Ebenenfähig sein.

Ebenen kann man sich vorstellen, wie Pergamentpapier. Buntes oder gemustertes Pergamentpapier übereinander gelegt, ergibt immer wieder eine neue Farbe und neue Muster, je nachdem wie man sie übereinander legt.
Genauso funktioniert auch das Prinzip, wenn man eine Fotocollage selber erstellen will.

Fotocollage © Flickr by Rutger de Moddertukker

Fotocollagen selber erstellen ist kein Kunststück, geht sogar ganz einfach. 

Man erstellt in dem Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl ein neues Blatt mit transparentem Hintergrund, dann öffnet man das Foto, welches mit auf die Collage soll und öffnet sogleich auch noch das 2.

Diese beiden Bilder zieht man nun mit der Maus auf das transparente Bild und positioniert sie so, wie man meint, schaut gut aus und es passt. Dann kann man die Bilder noch ein wenig kippen (Transformationwerkzeug) oder auch übereinander lappen lassen, ähnlich wie im Beispielbild oben, das macht den Effekt einer Fotocollage aus.

Theoretisch ist die Fotocollage nun fertig, man kann das Bild nun als .png Datei speichern oder auch auf den Hintergrund reduzieren und speichern. Wer kein passendes Bearbeitungsprogramm auf dem Pc installiert hat, der kann sich ja mal das Freeware Programm GIMP anschauen. Das Programm ist für Fotocollagen gut geeignet, zudem ist ebenefähign und auch noch kostenlos.

Fertig ist die Fotocollage, die wie echte Fotokunst aussieht. 


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Hochzeitsfotos

Autor: Annika
abgelegt in: Fototechniken

Als Hobbyfotograf oder professioneller Fotograf ist jeder irgendwann mal an der Reihe, wenn es heißt “Du, wir wollen heiraten. Würdest du die Hochzeitsfotos machen?” Hochzeitsfotos sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber es müssen ja auch nicht immer die abgedroschenen, steifen Bilder sein. Hochzeitspaar © Flickr / Jayray24

Wer die große Aufgabe bekommt, am wichtigsten Tag im Leben der besten Freunde oder womöglich sogar fremder Leute zu fotografieren, der sollte sich an einige Regeln halten, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten: Wichtig ist erst einmal das Kennenlernen des Brautpaares. Mit welchen Menschen hat man es zu tun und wie reagieren sie in Anwesenheit einer Kamera? Die Kamera kann man übrigens auch gut zu einem Kennenlernen mitnehmen und nebenbei ein paar Schnappschüsse machen. Nicht um gute Fotos zu erhalten, einfach um das Brautpaar an die ungewohnte Situation zu gewöhnen, dann sind sie am eigentlichen Hochzeitstag schon viel entspannter.

Man sollte genau besprechen, welche Vorstellungen die beiden von den Bildern haben. Soll es eher Richtung Reportage oder Portrait gehen oder eine Mischung aus beidem? Außerdem ist es hilfreich für den Fotografen einen Ablaufplan des gesamten Tages zu haben, damit er immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wenn es sich nicht um Bekannte oder Verwandte handelt, sollte man in Erfahrung bringen, welche weiteren Personen außer dem Hochzeitspaar eine wichtige Rolle spielen, zum Beispiel die Eltern, Geschwister oder Trauzeugen.

Was die technischen und gestalterischen Besonderheiten angeht, empfehle ich euch bei Portraits mit offener Blende zu arbeiten, zum Beispiel Blende 5,6. So stellt ihr eine gewisse Tiefenwirkung durch einen unscharfen Hintergrund sicher, wodurch die Person hervorgehoben wird. Auch in der Kirche werdet ihr aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse gezwungen sein, die Blende zu öffnen und die ISO-Empfindlichkeit zu erhöhen. Aber Vorsicht: Zu hohe ISO-Zahlen führen schnell zu unschönem Rauschen. Achtet außerdem darauf, ob ihr es mit Mischlicht zu tun habt.

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Paul Almasy

Autor: Anne
abgelegt in: berühmte Fotografen

Paul Almasy, ein Mann der die ganze Welt bereist und ein Fotoarchiv selbiger  - mit den Menschen, die in Ihr leben  - erschaffen hat. 

2003 starb Paul Almasy und er hinterließ ein bebildertes “Archiv der Welt”, in welchem 50 Jahren fotografische Arbeit stecken. Sein Fotos enthalten Fotos und negative aller Herren Länder, sie spiegelt ganze Bevölkerungsschichten und alle Facetten der menschlichen Stimmung wieder. Es sind sehr bewegende Bilder, die zwischen den 30er und den späten 60er Jahren entstanden sind.

Silhouette © Flickr by BurningQuestion

Was er mit seinen Bilder vermitteln wollte, hat er stets mit den Bilder selber erzählt, denn im Vordergrund stand seine fotojournalistische Arbeit und die bestand aus Fakten und der Abbildung der Realität.

Mit besonderen Fototechnik hatte er nichts zu schaffen, es hat ihn einfach nicht interessiert. Paul Almasy hat sich selber auch nicht als berühmter Fotograf gesehen, sonder als Fotojournalist. Die Ästhetik des einzelnen Bildes hat ihn nie interessiert.

Dennoch bleibt zu sagen, dass bereist frühe Aufnahmen von Paul Almasy - gemacht mit der Leica - einen Meister erkennen ließen. Jemand, der seine Bilder intuitiv hat entstehen lassen.

Bis heute legendär, seine Bilddokumentation “Die Welt hat Durst”, welche erschreckt und bedrückt, weil sie den globalen Süßwassermangel aufzeigt, der bis heute allgegenwärtig ist.

Der nicht minder unbekannte Fotoband “Paris” beschäftigt sich mit einem anderen Thema. Hier hat Paul Almasy das Leben auf der Strasse  dokumentiert und dem fotografieren von Künstlern.

In seinem nicht weniger berühmten Fotoband “Paris” beschäftigt er sich außerdem mit dem Leben auf der Straße und dem Fotografieren von Künstlern. In der französischen Hauptstadt verbrachte der gebürtige Ungar die meiste Zeit seines Lebens, wenn er nicht auf Reisen war oder einen seiner zahlreichen Preise und Auszeichnungen annahm.


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