Es ist eigentlich kaum noch vorstellbar, ein Leben ohne Bilder. Jeden Tag begegnen uns so viele, dass wir nicht die Hälfte aller Bilder wahrnehmen können. Früher war das anders, also ganz früher, in den Anfängen der Fotografie, als Bilder noch nicht dauerhaft festhaltbar waren.
Bereits vor ca. 2400 Jahren beschrieb der griechische Philosoph und Naturforscher Aristoteles eine Camera Obskura. Camera Obksura ist lateinisch und bedeutet soviel wie ‘dunkler Raum’ und somit eines der ersten bzw. ältesten Kameramodelle.
So beobachtete er damals, dass ein Bild immer auf dem Kopf entsteht, wenn es auf eine gegenüberliegende Fläche projiziert wird. Auch wenn man sich damals dessen nicht bewusst war, aber man hatte damit das Grundprinzip der Fotografie entdeckt.
Die Camera Obskura ist auch bekannt als Lochkamera, welche ihren Namen daher hat, das sie aus einem dunklen Hohlraum besteht, in welchen durch ein kleines Loch Lich einfallen kann. Durch das Loch auf der gegenüberliegenden Seite entsteht folglich ein spiegelverkehrtes, auf dem Kopf stehendes, Bild.
An moderne Fotokunst war damals noch lange nicht zu denken, denn diese Lochkamera kam ohne Objektive, ohne Strom und folglich ohne Blitzlicht aus.
Heute, im Zeitalter der digitalen Technik, ist das höchst’ undenkbar, denn digitale Fotografie ist ja meist doch um einiges bequemer. Einfach auslösen und sofort kann man erkennen, ob das Bild was geworden ist oder nicht.
Die Fotografie mit der Camera Obskura dagegen, erzeugt Motive mit weichen Übergängen und sanften Farben, die dem Betrachter Platz für eigene Bilder lassen und seine eigene Interpretation gefragt ist.
Eine Lochkamera kann man sich übrigens auch selbst bauen, wer mag, findet eine gute Bauanleitung hier.
Artikel bookmarken
… sie treffen sich im Sprengel Museum in Hannover.
Im Sprengel Museum Hannover gibt es immer interessante Ausstellungen, nun werden dort vom 15. Februar bis zum 30. August 2009 fotografische Arbeiten aus der Sammlung “Wilde” mit malerischen Arbeiten gegenüber gestellt.
Ihre Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert werden in der Ausstellung den Gemälden der Klassischen Moderne gegenübergestellt. Dabei gibt es sowohl formale aus auch thematische Bezüge zu den Fotografien und Malereien.
Seit den 1960er Jahren haben die Wildes, welche aus Köln stammen, gute zehntausend Original-Abzüge, Negative, Glasplatten und andere Archivalien zur Fotografie-Geschichte zusammengetragen. Außerdem verfassten sie mehrere Bücher in dem sie ihr Fachwissen in mehreren Bänden zusammengetragen haben.
Die Sammlung Wilde zeigt auch andere fotografische Arbeiten, wie bspw. von Aenne Biermann, Man Ray oder Germaine Krull werden auf einen guten Wert von 120 Millionen geschätzt, ein beachtliche Summe für diese besondere Fotokunst.
Zum Bestand gehören auch die umfangreichen Archive der Fotografen Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, welche mittlerweile als national schützenswertes Kulturgut anerkannt worden sind.
1992 ging die Sammlung von Ann und Jürgen Wilde als Dauerleihgabe in den Bestand des Museums Hannover über und es ist geplant, dass sie dort bis 2010 verweilen (jedoch nicht so lange ausgestellt) wird.
Das Sprengel Museum beheimatet die ca. 1500 Originale, welche demnächst an das Kunstareal in München übergeben werden, wo das Ehepaar Wilde plant, eine Stiftung zu gründen.
Die Ausstellung “Fotografie trifft Malerei” in Hannover von findet 15. Februar - 30. August 2009 statt.
Im Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Tel. : 0511 / 16 84 38 75
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag von 10.00 - 20.00 Uhr und
Mittwoch von So 10.00 - 18.00 Uhr
Eintrittspreise:
7,00 Euro,
ermäßigt 4 Euro
Eine Publikation zur Ausstellung ist in Vorbereitung.
Artikel bookmarken
Der großartige, amerikanische Fotograf Irving Penn feierte am 16. Juni 2007 seinen 90. Geburtstag. Bekannt und berühmt wurde er in der Nachkriegszeit als Mode- und Portraitfotograf.
In seinen späteren Lebensjahren widmete er sich verstärkt dem der Kunst des Stillleben. Irving Penn zählt, mit Richard Avedon und anderen, zu den wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Berühmte Fotografen gibt es viele, aber Irving Penn hat es geschafft, sich bis heute - 50 Jahre nach seinen großen Erfolgen - einen Namen in der Fotografen-Szene zu erhalten. Seine Kunst ist zeitlos und ein Vorbild für viele Fotografen, der vergangenen Jahrzehnte.
Ausgebildet wurde Irving Penn als Designer und kam erst in der 40er Jahren zu der Fotografie. Demzufolge fotografierte er u.a. für die Vogue. Viele der berühmtesten Vogue-Bilder entstammen seiner Fotokunst. Neben seinen Modefotos wurden vor allem seine Portraits weltberühmt und unvergesslich.
Denkt man an Irving Penn, hat wohl ein jeder das berühmte Portrait von Pablo Picasso mit Hut und Mantelkragen aus dem Jahr 1957, vor Augen. Das Bild, aus dem Pablo Picasso den Betrachter mit einem eindringlichen Auge ansieht, oder das Bild der Hand des Jazztrompeters Miles Davis.
Berühmt wurden auch seine Portraits, bei denen er vornehmlich Künstler wie Marcel Duchamp, Georgia O’Keeffe, Igor Stravinsky oder Spencer Tracy zwischen zwei Stellwände einzwängte.
Irving Penn war bis zu deren Tod mit dem Mannequin Lisa Fonssagrives verheiratet. Diese stand ihrem Mann auch oft Modell, so für viele Bilder in der Vogue. Besonders markant ist sein Bild “Harlequin Dress” aus dem Jahr 1950, auf dem Lisa Fonssagrives-Penn mit schwarzem Hut, schwarz-weiß-kariertem Kleid und Zigarette lasziv posiert. Bekannt ist das Bild auch mit der Betitelung “Harlequin Dress” geworden.
Viel diskutiert wurde auch seine Aktfotografie. Aufnahmen fertigte Irving Penn zwar schon im Jahre 1950 an, präsentierte sie aber erst 1980. Sie stehen für eine weitere photographische Facette. Zeitlich parallel und dennoch ganz anders geartet, riefen Stilleben aus Müll und Zigarettenkippen Erstaunen hervor. Beide Themen lassen allerdings auf eine rege Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst schließen.
Irving Penns Fotographien zeichnen sich durch die Fortdauer seines Stils aus. Was als Intention eigentlich unmöglich ist, gelang ihm doch: Die Schaffung visueller Ikonen, die ihm eine stilistische und motivische Nachfolge bis in die Gegenwart einbrachte.
Vor dem unwiederbringlichen Picassoporträt 1957 verneigten sich z.B. junge Photographen in der Form des Plagiats (Tillmann & Vollmer, “Pablo Gruber”, 1984). Wer Stefan Moses Porträtserien der Deutschen - 1980 publiziert - kennt, weiß spätestens jetzt um seinen geistigen Ziehvater. Als fürchte er dennoch die Unbeständigkeit seiner Lichtbilder, ist in den jüngeren Arrangements des heute achtzigjährigen Irving Penn die zeitliche Dauer ein motivisches Thema.
Ein humorvoller Zug biegt die vermeintliche Dramatik aber ab, indem er beispielsweise zwei Menschenschädel zum Liebespaar - The Poor Lovers, 1979-, oder Knochen zum Memento Mori zusammenbringt. Sich selbst setzte er ein Denkmal, indem er sein Archiv dem Art Institute in Chicago schenkte, womit er seiner Aufarbeitung Vorschub leistete.
Doch sein eigentliches Vermächtnis ist seine Allgegenwärtigkeit.
Artikel bookmarken
Was mich an Berlin immer sehr fasziniert, dass man hier in vielen Stadtteilen die Geschichte Berlins gut sehen und begreifen kann. Hans Robertson hat in den Jahren 1926-1933 viele Fotografien angefertigt.
1927 übernahm Hans Robertson, geboren 1883 in Hamburg -1950 im dänischen Exil gestorben – avancierte seit 1927 zu einem der wichtigsten Porträt-Fotografen der Stadt.
Robertson übernahm im Jahre 1927 das Atelier “Lili Baruch” am Kurfürstendamm und avancierte zu einem der renommiertesten Porträtisten der Stadt, vor allem von Schriftstellern, Künstlern und Politikern wie Käthe Kollwitz, Heinrich Mann oder Gustav Stresemann.
Besonderes Aufsehen erregten seine Tanzaufnahmen. Besondere Bekanntheit erlangten seine Aufnahmen moderner Tänzer und Tänzerinnen wie Gret Palucca, Mary Wigman, Harald Kreutzberg und Vera Skorone.
Grandios und beeindruckend, wie er schon zur damaligen Zeit deren Bewegungen im Bild festgehalten hat. Die damalige Kameratechnik ist natürlich mit der heutigen in keinster Weise zu vergleichen und somit kann man von diesen Fotografien zu Recht von der Beherrschung der Kunst der Fotografie sprechen.
Nun wird aus dem Nachlass der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen die Ausstellung “Berliner Jahre” präsentiert. Die eindrücklichsten Aufnahmen aus den letzten Jahren der Weimarer Republik kann man sich dort ansehen und auf sich wirken lassen.
Mit der Ausstellung über Hans Robertson ist die Berlinische Galerie erneut ein Ort der Wiederentdeckung eines bedeutenden Berliner Fotografen aus der Weimarer Republik. Für Fans und Liebhaber alter Fotokunst eine kulturelle Pflichtveranstaltung, die man sich keinesfalls entgehen lassen darf.
Die Berlinische Galerie erreicht man wie folgt:
Alte Jakobstr. 124-128
10969 Berlin (Kreuzberg)
Telefon: 030 / 78902600
Fax: 030 / 78902700
Verkehrsanbindung:
U-Bahn: Hallesches Tor
Bus: M29, 265
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag von 10:00 - 18:00 Uhr, Dienstag & Sonntag hat die Galerie geschlossen.
Artikel bookmarken
München ist um eine künstlerische Attraktion reicher – Köln hat eine verloren! Die bisher in der Dom-Stadt beheimate Foto-Sammlung „Wilde“ ist künftig nicht mehr am Rhein, sondern an der Isar zu Hause.
Das ist die Münchner Pianothek der Moderne. Hier wird künftig die Sammlung “Wilde” gezeigt:
Artikel bookmarken
Wer viel fotografiert und dabei einige Regeln der Fotografie beachtet, kommt sehr schnell zu schönen Bildern. Irgendwann aber kommt man vielleicht an den Punkt, wo man von seinen eigenen Bilder gelangweilt ist. Man erreicht so etwas wie einen Stillstand.
Dann gibt es Dank Bildbearbeitungsprogrammen die Möglichkeit seine Bilder kreativ zu bearbeiten und mehr aus ihnen rauszuholen.
Aus einem normalen Foto kann man mit ein paar einfachen Schritten ganz wunderbare Ergebnisse erzielen. Einen dieser Effekte möchte ich mal anhand des Programmes Adobe-Photoshop erklären.
Adobe-Photoshop deshalb, weil es wohl das mächtigste und auch das am meist verbreitete Bearbeitungsprogramm sein dürfte. Genauso gut kann man aber seine Bilder mit Gimp und anderen, gängigen, Fotobearbeitungsprogrammen bearbeiten.
Artikel bookmarken
Mit seinen schwarz/weiß Fotos von Canyons, Wäldern und Bergen hat Ansel Adams als einer der wichtigsten Vertreter der “straight photography”, der sachlich-realistischen Darstellung, die Natur der Vereinigten Staaten festgehalten.
Der 1902 geborene Fotograf bekam seine erste Kamera von seinem Vater in einem Sommerurlaub 1916 im Yosemite-Nationalpark, der für Adams gesamte Biographie bedeutend sein sollte. Hier schoß er im Jahr 1927 auch das Foto, das von ihm als erstes, professionelles Bild bezeichnet wurde: “Monolith, The Face of Half Dome”. Neben seinen eigenen Naturfotografien nahm er auch etliche Auftragsarbeiten an. Eher durch Zufall gelang ihm auf der Fahrt zu einer solchen sein berühmtestes Foto: “Moonrise, Hernandez, New Mexico”.
Artikel bookmarken
Die Umgebung des Menschen und Momente in der Natur festzuhalten war schon immer Teil des künsterlischen Schaffens. Das Ablichten von Landschaften mit der Kamera bietet hierzu eine preiswerte und vergleichsweise schnelle Alternative zu Pinsel und Farbe.
Mit der Landschaftsfotografie entwickelte sich schon seit dem neunzehnten Jahrhundert ein wichtiger Zweig der neuen künsterlischen Disziplin. Ursprünglichlicher Ansatz der frühen Landschaftsfotografen war es, die unberührte Natur darzustellen, heute hingegen stehen auch gerade die Einflüsse des Menschen auf seine Umwelt im Vordergrund.
Während natürlich auch weiterhin Berge, Seen, Felder und Sonnenuntergänge in Szene gesetzt werden, thematisieren Fotografen auch die Zerstörung der Natur durch Industrialisierung, Kriege und Umweltschäden - allesamt Eingriffe durch den Menschen.
Artikel bookmarken
Während bei der Portrait-Fotografie die Persönlichkeit des Models im Vordergrund steht, ist beim Mode-Shooting die Kleidung das Entscheidende. Doch jeder, der sich einmal an Modefotografie versucht hat, weiß, dass dies leichter klingt, als es ist…
Denn das schönste Kleid wirkt farblos, wenn die Belichtung nicht stimmt, der edelste Anzug unpassend, wenn er dem Model nicht steht. Die sommerlichste Bluse lädt nicht zum Kauf ein, wenn das Bild ungünstig arrangiert ist. Die Liste ließe sich endlos fortsetzten.
Ob Buffalo Stiefel oder edle Stilettos von Manolo Blahnik, die Wirkung jedes Stücks liegt in den Händen des Fotografen. Bei der Modefotografie muss aus allen verfügbaren Ressourcen geschöpft werden: Licht, Location, Komposition, Pose, Model und Bildbearbeitung, um nur einige Aspekte zu nennen.
Aufnahmen für Kataloge, wie zum Beispiel für Esprit Mode, verlangen meist einen recht schlichten Stil, der das Motiv möglichst naturgetreu wiedergibt. Doch bei aufwendigeren Shootings, wie bei Versace, sollen die Lebensgefühle eingefangen werden, das Foto soll bei seinen Betrachter schließlich Emotionen auslösen. weiterlesen »
Artikel bookmarken
Die Kunstszene in Berlin ist um einen wichtigen Vertreter reicher: Die Fotogalerie Lumas bietet handsignierte Originale von Meistern der Fotografie aber auch von vielversprechenden Newcomern.
Nach eigener Aussage auf der Internetpräsenz der Galerie, begann die Idee, hochwertige Originalfotos in einer Galerie zu präsentieren, auf einem Markt in New York. Dort entdeckten Stefanie Harig und Marc Ullrich, die Köpfe hinter Lumas, ihre Passion für künstlerische Fotografien und stellten fest, dass es dafür auch bei anderen Interesse geben muss.
Die Wahl des Standortes in den Hackeschen Höfen in Berlin könnte besser nicht sein: In diesem Karree verbindet sich Luxusdesign mit alternativen Kunstprojekten. Hier kocht die Kreativität auf großer Flamme und das interessierte Publikum ist immer auf der Suche nach etwas Neuem.
Dies kann die Galerie Lumas auch bieten, denn die Liste der Künstler und der Produkte ist lang und vielfältig. Bereits bekannte Fotografen und talentierte Neuentdeckungen zeigen ihre Originale, die zu erschwinglichen Preisen zu haben sind.
Dabei entdeckt der Besucher die verschiedensten Stile, Motive und Fototechniken - man ist bei Lumas in alle Richtungen offen. Auch die sogenannten “Modern Prints”, Neuauflagen bekannter Bilder von berühmten Fotografen, finden ihren Platz. Sie werden in Zusammenarbeit mit Verlagen restauriert und dann als neue Abzüge angeboten.
Mittlerweile gibt es Lumas-Filialen in Deutschland nicht nur in Berlin, wo sie sich neben den Hackeschen Höfen auch in der Nähe des Kurfürsten Damms befinden, auch in Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Köln und München. Auch international ist die Liste der Städt mit eigener Lumas-Dependance beeindruckend: Paris, Zürich, New York, Boston, Miami und Washington beweisen, dass das Konzept aufgeht und das Publikum in der Tat die Passion der beiden Gründer teilt.
Artikel bookmarken