Eine Kamera steht und fällt mit ihrem Objektiv. Das optische Konstrukt aus Linsen und Spiegeln erzeugt die Abbildung der Gegenstände; seine Verarbeitung und Präzision entscheidet letztlich ganz schlicht über den Preis der Kamera.
Aber was ist - und wie funktioniert - ein Objektiv genau? Franz-Manfred Schüngel hat diesem Thema eine übersichtliche und gut verständliche Homepage gewidmet, die auch Anfänger mit wenigen physikalischen Kenntnissen gut ins Verständnis der für die Fotografie grundlegenden Optik einführen kann.
Eine gute Kenntnis der Objektive und ihrer Funktionen ist für einen passionierten - und natürlich erst recht für einen professionellen - Fotografen aber unerlässlich: Verschieden Gegenstände verlangen verschiedene Objektive. Die meisten der großen Kamerahersteller versehen ihrer Fotoapparate mit individuellen Objektivaufsätzen. Dadurch ist es nicht möglich, ein Objektiv für die Kamera X auf die Kamera Y aufzusetzen. Die Kamerahersteller verdienen damit einen Haufen Geld - Geld, das Sie nicht unbedingt ausgeben müssen. Nikon beispielsweise verwendet (noch?) einheitliche Objektivaufsätze.
Bei der Anschaffung einer Kamera ist deshalb nicht nur der Preis relevant, sondern auch die Frage, ob exklusive Objektive gekauft werden müssen, oder nicht. Der Preis für ein halbes Dutzend Objektive kann den Kaufpreis einer Kamera nämlich um ein Beträchtliches übertreffen.
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Die Frage, die viele Fotografen beschäftigt, die nun im Besitz einer neuen digitalen Spiegelreflexkamera (SLR-Kamera) sind, ist, ob alte Objektive auch an neuen Kameras funktionieren.
Nachdem ich jahrelang mit einer alten Pentax ME fotografiert habe und mir nun eine neue SLR-Kamera von Nikon gekauft habe, stellte ich mir nun die Frage, welches Objektiv ich nun verwenden sollte. Neue Objektive für die aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras kosten in der Regel mehr als der Body (der Kamerakörper ohne das aufgeschraubte Objektiv). Um dem Preisschock zu entgehen, entschied ich mich für mein altes Objektiv. Da das Gewinde meines Objektivs und meiner neuen Kamera nicht miteinander kompatibel waren, machte ich micht auf die Suche nach einem geeigneten Adapter. Um ein Objektiv mit einem bestimmten Gewindetypus an einen Body, der aber ein nicht passendes Bajonett hat, zu schrauben, kann man Adapterringe zwischenschalten. Diese werden zunächst an das Objektiv geschraubt und schließlich zusammen in das vorhandene Bajonett hineingedreht. Danach kann man ohne weiteres fotografieren.
Das alles klingt sehr einfach, wenn man nur wüsste, welches Bajonett und welches Gewinde nun vorliegen. Das steht in den meisten Fällen in der Bedienungsanleitung, oder muss im Fotoladen erfragt werden. Der Fachmann erkennt es meistens auf den ersten Blick, um welchen Typ es sich handelt. Danach muss man einen Ring finden, der die benötigte Kombination verbinden kann. In meinem Falle wäre es ein Adapter, der ein M42-Gewinde mit einem F-Bajonett verbinden kann.
Es lohnt sich auf alle Fälle, nach einem Ring zu suchen, wenn man die Qualität der alten Objektive behalten möchte und ist auch um einiges günstiger, als der Erwerb eines neuen Objektivs.
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