Wohl einer der bekanntesten, wenn nicht sogar der Begründer der Straßenfotografie, war der New Yorker Fotograf Garry Winogrand. Nach einem Malerei Studium widmete er sich in den 50er Jahren der Fotografie und hinterließ einen umfassenden Schatz an bewegenden, lustigen und nachdenklich stimmenden Alltags Aufnahmen.
Garry Winogrand als Künstler zu bezeichnen, ist zu wenig. Er war mehr ein Historiker oder Sozialforscher, der in seinen Bildern das facettenreiche Leben der Amerikaner festhalten wollte. Beeinflusst von den Werken American Photographs von Walker Evans und The Americans von Robert Frank stürzte er sich in den 50ern auf die Straßen New Yorks und verknippste mit seiner 35 mm Leica Unmengen an Filmmaterial, ohne dabei wahllos vorzugehen. weiterlesen »
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Der 1838 in Nagasaki geborene Ueno Hikoma war ein Pioneer auf seinem Gebiet. Er war der erste japanische Fotograf und gehört damit zu den wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Fotografie des 19.Jahrhunderts.
Der Begriff Fotografie wurde erstmals im Jahre 1839 von dem Astronomen Johann Heinrich Maedler in der Vossischen Zeitung erwähnt. Bis ins 20. Jahrhundert bezeichnete es Bilder, die durch Licht und chemische Behandlungen produziert wurden.
Ueno Hikoma studierte anfangs klassische chinesische Literatur und stieg ab 1852 auf Chemie um. Einer seiner Professoren besaß eine Kamera und führte ihn in dieses Medium ein. Zehn Jahre später eröffnete er in Nagasaki ein Fotostudio, das bis Ende des 19. Jahrhunderts noch existierte. Aufgrund seines Bekanntheitsgrades und seiner Fähigkeiten eröffnete er drei weitere Niederlassungen, die eine in Wladiwostok (1890), die anderen in Shanghai und Hong Kong (1891). weiterlesen »
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Boris Carmis Leben liest sich wie ein Abenteuerroman. Über Umwege reiste er als Jugendlicher aus Angst vor den Nazis quer durch Europa, um nach Palästina auszuwandern. Das Fotografieren brachte der in Europa recht unbekannte Künstler sich als Autodidakt selbst bei und wurde im Laufe seines Lebens einer der bedeutendsten Militärfotografen, der eindrucksvoll die Geschichte des Staates Israel dokumentierte.
Boris Carmis Lebensgeschichte liest sich wie ein Roman. Der in Russland geboren Fotograf reiste als Jugendlicher, nachdem die Familie durch den frühen Tod der Eltern und der Deportation der Schwester zerrissen war, mit Umwegen über Polen, Deutschland und Italien nach Paris, wo er an der Sorbonne Ethnologie studierte. Dort fing er bereits mit einer Iconta an zu fotografieren. Nachdem sich die Lage in Europa um 1939 zuspitzte, ging er nach Danzig, um von dort nach Palästina auszuwandern. Als jedoch die Einreisepapiere auf sich warten ließen, machte er sich auf einem Frachter auf eigene Faust auf den Weg und entging so dem Schicksal des Holocausts. Mit seiner ersten professionellen Kamera, einer Leica, die er von einem Onkel geschenkt bekam, beginnt der begnadete Autodidakt sich immer mehr mit der Fotografie auseinander zu setzen.
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Diane Arbus war eine bedeutende amerikanische Fotografin und Fotojournalistin. Ihre künstlerische Leidenschaft spiegelt sich in ihren Werken wieder. Gelebt hat sie von 1923 bis 1971. Richtig bekannt wurden Dianes teilweise grotesken Bilder erst durch US-Magazine.
Die Fotoreportagen von Diane Arbus kann man fast nicht beschreiben. Da ich ihre Arbeit jedoch sehr schätze versuche ich sie einmal in Worte zu fassen. Die Fotografin zeigte schonungslose Porträts von Menschen, die man gern als Rand der Gesellschaft bezeichnet. Sie verband geschickt und sehr einfühlsam den schmalen Grad zischen Kunst und Fotografie. Sie galt als kontroverse Fotografin und ihre Bilder wurden häufig debattiert.
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Paul Almasy, ein Mann der die ganze Welt bereist und ein Fotoarchiv selbiger - mit den Menschen, die in Ihr leben - erschaffen hat.
2003 starb Paul Almasy und er hinterließ ein bebildertes “Archiv der Welt”, in welchem 50 Jahren fotografische Arbeit stecken. Sein Fotos enthalten Fotos und negative aller Herren Länder, sie spiegelt ganze Bevölkerungsschichten und alle Facetten der menschlichen Stimmung wieder. Es sind sehr bewegende Bilder, die zwischen den 30er und den späten 60er Jahren entstanden sind.
Was er mit seinen Bilder vermitteln wollte, hat er stets mit den Bilder selber erzählt, denn im Vordergrund stand seine fotojournalistische Arbeit und die bestand aus Fakten und der Abbildung der Realität.
Mit besonderen Fototechnik hatte er nichts zu schaffen, es hat ihn einfach nicht interessiert. Paul Almasy hat sich selber auch nicht als berühmter Fotograf gesehen, sonder als Fotojournalist. Die Ästhetik des einzelnen Bildes hat ihn nie interessiert.
Dennoch bleibt zu sagen, dass bereist frühe Aufnahmen von Paul Almasy - gemacht mit der Leica - einen Meister erkennen ließen. Jemand, der seine Bilder intuitiv hat entstehen lassen.
Bis heute legendär, seine Bilddokumentation “Die Welt hat Durst”, welche erschreckt und bedrückt, weil sie den globalen Süßwassermangel aufzeigt, der bis heute allgegenwärtig ist.
Der nicht minder unbekannte Fotoband “Paris” beschäftigt sich mit einem anderen Thema. Hier hat Paul Almasy das Leben auf der Strasse dokumentiert und dem fotografieren von Künstlern.
In seinem nicht weniger berühmten Fotoband “Paris” beschäftigt er sich außerdem mit dem Leben auf der Straße und dem Fotografieren von Künstlern. In der französischen Hauptstadt verbrachte der gebürtige Ungar die meiste Zeit seines Lebens, wenn er nicht auf Reisen war oder einen seiner zahlreichen Preise und Auszeichnungen annahm.
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Sie ist eine Frau, welche ich ehrlicherweise ein wenig beneide. Nicht wegen ihren vorzüglichen Talents, die Fotografie zu beherrschen, sondern weil sie die großartige Marilyn Monroe vor der Kamera hatte.
Ich spreche von Eve Arnold, eine amerikanische Fotografin, geboren 1912 in Philadelphia.
1946 begann sie sich der Fotografie zu widmen und erlernte schließlich das Handwerk der Fotografie.
Sie fotografierte bald ganz große Persönlichkeiten, unter Ihnen Malcom X, Joan Crawford und die britische Königin Elisabeth II.
In ihrer Tätigkeit als Fotografin bereiste sie viele Länder, auch in politisch konfliktgeladenen Zeiten.So entstanden viele Bilder aus Ländern wie China, Russland, Südafrika und auch Afghanistan. Die Bilder, welche in China entstanden sind, stellte sie erstmal 1980 aus, ihre erste Solo-Ausstellung übrigens..
Wie sie zu Marilyn Monroe kam, ist eine nette Anekdote. Anfang der 50 Jahre war Marilyn noch nicht so bekannt, geschweige denn ein Star. Aber auf guten Weg dorthin. Selbige las in einer Zeitung einen Artikel, über Marlene Dietrich und war sehr beeindruckt von der dort abgebildeten Fotokunst.
Die Fotos in diesem Artikel hat keine geringe als Eve Arnold geschossen. Daraufhin nahm sie Kontakt zu der Fotografin auf und diese lud sie zu sich ein. Während dieser Treffen entstanden wunderschöne Portraitaufnahmen von Marilyn Monroe. Die Bilder sind wohl bis heute weltberühmt, und es gibt kaum jemanden der sie nicht kennt.
Noch heute zählt sie uneingeschränkt in die ehrwürdige Reihe der berühmten Fotografen und lebt heute in Großbritannien.
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… sie treffen sich im Sprengel Museum in Hannover.
Im Sprengel Museum Hannover gibt es immer interessante Ausstellungen, nun werden dort vom 15. Februar bis zum 30. August 2009 fotografische Arbeiten aus der Sammlung “Wilde” mit malerischen Arbeiten gegenüber gestellt.
Ihre Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert werden in der Ausstellung den Gemälden der Klassischen Moderne gegenübergestellt. Dabei gibt es sowohl formale aus auch thematische Bezüge zu den Fotografien und Malereien.
Seit den 1960er Jahren haben die Wildes, welche aus Köln stammen, gute zehntausend Original-Abzüge, Negative, Glasplatten und andere Archivalien zur Fotografie-Geschichte zusammengetragen. Außerdem verfassten sie mehrere Bücher in dem sie ihr Fachwissen in mehreren Bänden zusammengetragen haben.
Die Sammlung Wilde zeigt auch andere fotografische Arbeiten, wie bspw. von Aenne Biermann, Man Ray oder Germaine Krull werden auf einen guten Wert von 120 Millionen geschätzt, ein beachtliche Summe für diese besondere Fotokunst.
Zum Bestand gehören auch die umfangreichen Archive der Fotografen Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, welche mittlerweile als national schützenswertes Kulturgut anerkannt worden sind.
1992 ging die Sammlung von Ann und Jürgen Wilde als Dauerleihgabe in den Bestand des Museums Hannover über und es ist geplant, dass sie dort bis 2010 verweilen (jedoch nicht so lange ausgestellt) wird.
Das Sprengel Museum beheimatet die ca. 1500 Originale, welche demnächst an das Kunstareal in München übergeben werden, wo das Ehepaar Wilde plant, eine Stiftung zu gründen.
Die Ausstellung “Fotografie trifft Malerei” in Hannover von findet 15. Februar - 30. August 2009 statt.
Im Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Tel. : 0511 / 16 84 38 75
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag von 10.00 - 20.00 Uhr und
Mittwoch von So 10.00 - 18.00 Uhr
Eintrittspreise:
7,00 Euro,
ermäßigt 4 Euro
Eine Publikation zur Ausstellung ist in Vorbereitung.
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Der großartige, amerikanische Fotograf Irving Penn feierte am 16. Juni 2007 seinen 90. Geburtstag. Bekannt und berühmt wurde er in der Nachkriegszeit als Mode- und Portraitfotograf.
In seinen späteren Lebensjahren widmete er sich verstärkt dem der Kunst des Stillleben. Irving Penn zählt, mit Richard Avedon und anderen, zu den wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Berühmte Fotografen gibt es viele, aber Irving Penn hat es geschafft, sich bis heute - 50 Jahre nach seinen großen Erfolgen - einen Namen in der Fotografen-Szene zu erhalten. Seine Kunst ist zeitlos und ein Vorbild für viele Fotografen, der vergangenen Jahrzehnte.
Ausgebildet wurde Irving Penn als Designer und kam erst in der 40er Jahren zu der Fotografie. Demzufolge fotografierte er u.a. für die Vogue. Viele der berühmtesten Vogue-Bilder entstammen seiner Fotokunst. Neben seinen Modefotos wurden vor allem seine Portraits weltberühmt und unvergesslich.
Denkt man an Irving Penn, hat wohl ein jeder das berühmte Portrait von Pablo Picasso mit Hut und Mantelkragen aus dem Jahr 1957, vor Augen. Das Bild, aus dem Pablo Picasso den Betrachter mit einem eindringlichen Auge ansieht, oder das Bild der Hand des Jazztrompeters Miles Davis.
Berühmt wurden auch seine Portraits, bei denen er vornehmlich Künstler wie Marcel Duchamp, Georgia O’Keeffe, Igor Stravinsky oder Spencer Tracy zwischen zwei Stellwände einzwängte.
Irving Penn war bis zu deren Tod mit dem Mannequin Lisa Fonssagrives verheiratet. Diese stand ihrem Mann auch oft Modell, so für viele Bilder in der Vogue. Besonders markant ist sein Bild “Harlequin Dress” aus dem Jahr 1950, auf dem Lisa Fonssagrives-Penn mit schwarzem Hut, schwarz-weiß-kariertem Kleid und Zigarette lasziv posiert. Bekannt ist das Bild auch mit der Betitelung “Harlequin Dress” geworden.
Viel diskutiert wurde auch seine Aktfotografie. Aufnahmen fertigte Irving Penn zwar schon im Jahre 1950 an, präsentierte sie aber erst 1980. Sie stehen für eine weitere photographische Facette. Zeitlich parallel und dennoch ganz anders geartet, riefen Stilleben aus Müll und Zigarettenkippen Erstaunen hervor. Beide Themen lassen allerdings auf eine rege Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst schließen.
Irving Penns Fotographien zeichnen sich durch die Fortdauer seines Stils aus. Was als Intention eigentlich unmöglich ist, gelang ihm doch: Die Schaffung visueller Ikonen, die ihm eine stilistische und motivische Nachfolge bis in die Gegenwart einbrachte.
Vor dem unwiederbringlichen Picassoporträt 1957 verneigten sich z.B. junge Photographen in der Form des Plagiats (Tillmann & Vollmer, “Pablo Gruber”, 1984). Wer Stefan Moses Porträtserien der Deutschen - 1980 publiziert - kennt, weiß spätestens jetzt um seinen geistigen Ziehvater. Als fürchte er dennoch die Unbeständigkeit seiner Lichtbilder, ist in den jüngeren Arrangements des heute achtzigjährigen Irving Penn die zeitliche Dauer ein motivisches Thema.
Ein humorvoller Zug biegt die vermeintliche Dramatik aber ab, indem er beispielsweise zwei Menschenschädel zum Liebespaar - The Poor Lovers, 1979-, oder Knochen zum Memento Mori zusammenbringt. Sich selbst setzte er ein Denkmal, indem er sein Archiv dem Art Institute in Chicago schenkte, womit er seiner Aufarbeitung Vorschub leistete.
Doch sein eigentliches Vermächtnis ist seine Allgegenwärtigkeit.
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Mit seinen schwarz/weiß Fotos von Canyons, Wäldern und Bergen hat Ansel Adams als einer der wichtigsten Vertreter der “straight photography”, der sachlich-realistischen Darstellung, die Natur der Vereinigten Staaten festgehalten.
Der 1902 geborene Fotograf bekam seine erste Kamera von seinem Vater in einem Sommerurlaub 1916 im Yosemite-Nationalpark, der für Adams gesamte Biographie bedeutend sein sollte. Hier schoß er im Jahr 1927 auch das Foto, das von ihm als erstes, professionelles Bild bezeichnet wurde: “Monolith, The Face of Half Dome”. Neben seinen eigenen Naturfotografien nahm er auch etliche Auftragsarbeiten an. Eher durch Zufall gelang ihm auf der Fahrt zu einer solchen sein berühmtestes Foto: “Moonrise, Hernandez, New Mexico”.
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Sie ist den Ruch der Nähe zum Nationalsozialismus nie losgeworden: Leni Riefenstahl war Regisseurin, Schauspielerin und Tänzerin und widmete sich der Fotografie.
Ihr filmischer Stil hat maßgeblich zur ästhetischen Rezeption und damit zur Propaganda des Nationalsozialismus beigetragen. Während sie als Schauspielerin und als Regisseurin viele Arbeiten vor und nach dem zweiten Weltkrieg vorlegte, wird ihr Name vor allem verbunden mit “Triumph des Willens”, einem Propagandafilm über den Reichsparteitag 1934, und dem zweiteiligen Dokumentarfilm “Olympia”, der ebenfalls zu Propagandazwecken entstand und genutzt wurde. “Triumph des Willens”, der von vielen Regisseuren zitiert wurde (so zum Beispiel George Lucas, David Lynch und Peter Jackson), darf in Deutschland aufgrund seines Propagandacharakters nur unter Auflagen gezeigt werden.
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