Foto-Tipps

Die Technik hinter Low Key Aufnahmen

Gerade die künstlerischen Aspekte der Fotografie lassen sich mit einer digitalen Spiegelreflexkamera leicht und günstig ausprobieren. Einer davon ist sehr beliebt für Porträtaufnahmen, nämlich die Low Key Fotografie.

Damit auch Einsteiger zu respektablen Ergebnissen kommen, ist es dafür aber erforderlich, dass einige Dinge beachtet werden. Zunächst einmal besteht eine Low Key Aufnahme zu 90% Schatten und zu 10% aus Licht. Dieses sollte nach Möglichkeit von nur einer Lichtquelle stammen. Etwa einem Baustrahler, einer Schreibtischlampe oder auch einem Laptop. Professionelle Fotografen greifen auf einen Spot Strahler zurück, mit dem das Motiv in Szene gesetzt wird.

Sobald nun der Lichtaufbau stimmt, müssen auch die Kameraeinstellungen daran angepasst werden. Je nachdem welche Lichtquelle verwendet wird, sind diese immer unterschiedlich; es lassen sich also keine allgemeingültigen Angaben festlegen. Um die maximale Kontrolle über die Einstellungen zu haben, empfiehlt es sich im manuellen Modus zu fotografieren. Die Belichtungsautomatik kann ja nicht wissen, dass wir das Bild unterbelichten wollen und wird versuchen das ganze Bild gleichmäßig zu belichten. Um dies zu verhindern, ist das Histogramm sehr hilfreich. Im Endergebnis sollten die meisten Bildinformationen im linken Bereich, also in den Tiefen, liegen. Um dies zu erreichen kann mit einer Blende f 8 und einer Belichtungszeit von 1/125 Sekunde begonnen werden, diese Einstellungen liegen etwa im Mittelfeld. Nach einem Probefoto können die Einstellungen verfeinert werden. Damit das Ergebnis nicht zu hell wird, kann generell ein bis zwei Blendenstufen unterbelichtet werden.
Dies sind jedoch nur Richtwerte und keine Garantien. Je nach Situation müssen andere Einstellungen gewählt werden. Wichtig ist nur, dass viele Schatten und Schattierungen vorhanden sind, damit das Objekt herausmodelliert wird. Die maximale Kontrolle über die Bilder erhält man, wenn im RAW Format fotografiert wird. Dann lassen sich im Nachhinein noch feine Verbesserungen vornehmen. Dies heißt jedoch nicht, dass alles am Computer nachbearbeitet wird. Bei der Fotografie kommt es darauf an, schon die Aufnahme so perfekt wie möglich hinzubekommen.

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