Foto-Tipps

Dodge & Burn – Abwedeln und Nachbelichten

Um Bilder in ihrer Helligkeit zu verändern, gibt es viele Möglichkeiten. Zum einen die Gradationskurven, die Tonwertkorrektur oder die Option „Helligkeit und Kontrast“. Alle drei Möglichkeiten können im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop verändert werden.

Eine weitere Methode, Bilder aufzuhellen oder abzudunkeln, möchte ich euch hier vorstellen. Die folgende Variante nennt sich „Dodge & Burn“, was übersetzt so viel bedeutet wie „Abwedeln und Nachbelichten“. Diese beiden Begriffe sind keine neumodischen Bezeichnungen, die der digitalen Fotografie zugrunde liegen. Sie stammen aus der analogen Fotografie und haben in der Dunkelkammerarbeit ihren Ursprung. Beim Belichten der Negative auf Fotopapier kann man bestimmte Stellen im Bild abhalten, damit dort kein Licht auftrifft und diese Stelle nicht noch dunkler wird. Im Gegenzug dazu können solche Stellen, die zu hell sind, nachbelichtet werden.

Die digitale Variante funktioniert im Grunde ähnlich. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Bildbearbeitung in Photoshop:

1. Erstellt eine neue Ebene und füllt diese mit 50% Grau. Nutzt hierzu im Menü „Bearbeiten-Füllen“ die Option „50% Grau“. Den Füllmodus belasst ihr auf „Normal“ und die Transparenz sollte 100% betragen.

2. Wählt nun in der Ebenenpalette im Bereich Füllmethode „Weiches Licht“ aus. Euer Ursprungsbild, das vorher durch die graue Ebene verdeckt war, wird nun wieder sichtbar.

3. Mit den in der Werkzeugpalette eingestellen Vorder- und Hintergrundfarben Schwarz und Weiß habt ihr jetzt die Möglichkeit, mit Hilfe des Pinselwerkzeuges bestimmte Bereiche im Bild aufzuhellen oder abzudunklen. Weiß als Vordergrundfarbe sorgt für die Aufhellung, Schwarz dunkelt ab. Für den Anfang empfehle ich euch eine Pinsel-Transparenz von etwa 16%. Alternativ könnt ihr natürlich auch auf mit 100%iger Deckkraft malen und im Nachhinein die Ebenentransparenz verändern.

Mit Hilfe dieser Methode lassen sich zum Beispiel auch Gesichter modellieren. Wangenknochen können betont und Augenschatten aufgehellt werden. Dies erfordert allerdings ein gewisses Maß an Übung und Vorsicht. Schließlich soll die Person auf dem Bild ja auch noch als solche erkannt werden.

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