Foto-Tipps

Samtig weiche Wasserfälle fotografieren

In 9 von 10 Fällen funktioniert die Kameraautomatik sehr gut. Aber gerade wenn es um kreative Fotos geht, muss man die Einstellungen manuell vornehmen.

Dies ist besonders dann der Fall, wenn weiche Wasserbewegungen dargestellt werden sollen. Die Kameraautomatik versucht immer, die Situation einzufrieren. Das mag spannend sein, wenn man nah herangeht und einzelne Wassertropfen fliegen sieht, bei Weitwinkelaufnahmen ist ein weicher Wasserfall aber meist interessanter. Um dies richtig hinzubekommen folgt hier ein kleines Tutorial.

Die richtige Belichtungszeit finden

Damit Wasser weich fallend abgebildet werden kann, ist eine lange Belichtungszeit notwendig. Bei dieser langen Belichtungszeit darf nur so wenig Licht wie möglich auf den Sensor fallen. Das heißt: ISO Wert so weit wie möglich runterschrauben, Kamera auf das Stativ setzen und Blende schließen. Bei den ersten Bildern ist es hilfreich, den Modus auf Blendenvorwahl zu stellen (A / Av). Am hellen Tag wird man mit der kleinsten Blende (oftmals 20 oder 22) keine guten Ergebnisse erhalten, da die Schärfentiefe dann zu gering wird. Besser ist Blende 8 oder 11, da dann das ganze Bild scharf bleibt.

Des Problems Lösung ist ein Neutraldichtefilter oder auch Graufilter genannt. Dieser schluckt ganz einfach Licht und blendet künstlich um 2 bis 4 Blendenstufen ab und ermöglicht so längere Belichtungszeiten bei geöffneter Blende. Ein kleiner Nachteil ist, dass Autofokus und Belichtungsmesser oft nicht richtig funktionieren und deshalb komplett manuell gearbeitet werden muss.

Probieren geht über studieren

Gerade wenn man sich an den manuellen Modus heranwagt, ist es oftmals besser eine Belichtungsreihe zu erstellen um zu erkennen, wie sich die Belichtungszeit auf das Wasser auswirkt. Häufig genügt schon eine Belichtungszeit von einer Sekunde um fließendes Wasser weich darzustellen. Für das optimale Foto reicht es aber meist nicht aus, sodass die Belichtungszeit verlängert werden muss. Dabei ist eine Zeit von 30 Sekunden nicht unüblich.

Damit keine unerwünschten Verwacklungen entstehen, ist ein Fernauslöser hilfreich. Hat man keinen zur Hand kann man sich mit der Spiegelvorauslösung behelfen. Um Erschütterungen beim drücken des Auslösers zu vermeiden, kann auch der Selbstauslöser aktiviert werden. Schließlich sind Landschaften geduldige Modelle. Nur vom Licht ist es abhängig, wie lange fotografiert werden kann. Wer weitere Tipps zum Thema Landschaftsfotografie sucht, wird auf dieser Seite fündig.

(Werbung)