Foto-Tipps

Tipps für’s Fotodesign-Studium

Wer das Fotografieren nicht mehr länger nur als Freizeitbeschäftigung ausüben, sondern genau dieses Hobby zu seinem Beruf machen möchte, dem steht neben der Möglichkeit einer Fotografenausbildung ein Fotodesign-Studium offen. Viele Studienbewerber stehen jedoch zunächst scheinbar vor verschlossenen Türen, denn um Eintritt in die große Welt des Designs zu erhalten, gilt es die ein oder andere Hürde zu überwinden.

Die größte ist wohl die sogenannte „Mappe“, die man anfertigen und vor einer fachkundigen und kritischen Jury präsentieren muss. Für weniger schlagfertige Bewerber oft ein schweißtreibendes Unterfangen. Um die Schweißperlen etwas zu trocknen, gibt es an dieser Stelle hilfreiche Tipps und Hinweise auf die Frage „Wie sieht eine erfolgreiche Bewerbungsmappe aus?“

Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass die Anforderungen von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich sein können. Daher ist es ratsam, sich vor Ort an seiner Wunsch-Uni zu informieren und die Studienberatung wahrzunehmen, in denen explizit auf persönliche Fragen eingegangen wird und eigene Bilder auf Mappen-Tauglichkeit bewertet werden. So bekommt man einen ersten Eindruck, ob die eigenen Werke und Talente überhaupt eine Chance haben. Aber: Seid nicht enttäuscht, wenn ihr negative Kritik einstecken müsst. Mein Tipp: Geht zur nächsten Uni und probiert es dort noch mal – dort sitzen andere Professoren mit anderen Schwerpunkten und ebenso anderen Meinungen. Haltet euch vor Augen, dass es in einem Design-Studium kein Richtig oder Falsch gibt wie etwa in der Mathematik. Ob eure Arbeiten gut ankommen oder nicht ist sehr subjektiv und auch irgendwie Ansichtssache.

Sprecht mit Studenten, die es bereits an die Uni geschafft haben und befolgt ihre Ratschläge. Seid offen für alles, was mit Kunst und Design zu tun hat, informiert euch über aktuelle Ausstellungen und Künstler. Im persönlichen Bewerbungsgespräch mit den Professoren wird gerne danach gefragt. Zeigt also ein breit gefächertes Interesse an diesem Themengebiet.

Ein weiterer Tipp: Stellt euch Themen, zu denen ihr Bilderserien anfertigt. Die Betonung liegt hier auf Serien, Einzelbilder sind nur in Ausnahmefällen gefragt. Die Dozenten wollen sehen, ob eine Idee hinter euren Fotos steckt, ob ihr Geschichten erzählt und eine einheitliche Linie zu erkennen ist. Die Themen können so unterschiedlich und frei gewählt sein wie eure Phantasie es zulässt. Von „Unser Garten im Winter“ bis „Wie mich der Erboden verschluckte“, tobt euch aus. Es kommt nur darauf an, was ihr daraus macht. Weiter unten seht ihr drei Beispiele aus meiner Bewerbungsmappe, die es an der FH Dortmund geschafft hat. Ein hilfreiches Forum zum Thema findet ihr übrigens auf www.precore.net.

Achtet darauf, so viele Facetten von euch wie nur möglich zu zeigen, sonst werdet ihr schnell in eine Schublade gesteckt. Kurzum: Lasst die Jury in euren gedanklichen und visuellen Ergüssen zerfließen. Seid sympathisch und argumentiert sinnvoll und plausibel und vor allem, zeigt, dass ihr nichts mehr wollt als diesen Studienplatz. Und wenn gar nichts gegen die Aufregung hilft: Stellt euch die Jury in Unterwäsche vor, das klappt immer. Toi, toi, toi.

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