Foto-Tipps

Wie viele Megapixel braucht eine Digitalkamera?

Die neuesten Modelle der Digitalkameras im Handel übertoppen sich vor allem mit der Angabe der Megapixel. Doch was mega ist, muss nicht immer besser sein. Die optimale Anzahl der Megapixel hängt von der Verwendung der Bilder ab, denn auf Fotos, Bildschirmen oder Postern wirken sich Megapixel unterschiedlich aus.

Wer sich eine neue Digitalkamera kaufen möchte, wird heute regelrecht bombardiert mit unvorstellbar hohen Megapixel-Angaben. Doch der Käufer sollte sich davon nicht beirren lassen, sondern genau überlegen, welche Verwendung er für seine Fotos in der Regel vorsieht. Für das Familienalbum werden die digitalen Fotos meistens in 9 mal 13 oder 10 mal 15 gedruckt. In dieser Standardgröße muss man nicht auf besonders viele Megapixel achten.

Megapixel-Maximierung: Was bedeutet das?

Die Angabe der Megapixel bei einer Digitalkamera gibt Auskunft über die Sensor-Auflösung. Megapixel steht für eine Million Pixel. Ein Pixel wiederum ist ein Bildpunkt der Rastergrafik, aus der sich das gesamte Foto zusammensetzt. Je mehr Punkte das Bild ergeben, umso kleiner müssen diese Pixel-Punkte sein.

Eine Kamera mit vielen Megapixeln braucht dementsprechend wesentlich mehr Speicherplatz für ein sehr hoch aufgelöstes Foto. Außerdem besteht bei hoher Auflösung immer die Gefahr von Bildrauschen. Die Megapixelangaben oder eine hohe Auflösung sind kein Qualitätsmerkmal der Bilder an sich. Sie spielen erst eine Rolle, wenn das Ausgabemedium beispielsweise ein Riesenposter sein soll.

Megapixel-Optimierung: Entscheidend ist das Ausgabemedium

Die Megapixel sind maximale Angaben, die sich an jeder Kamera manuell verstellen lassen. Es ist von Vorteil, wenn man vor dem Schnappschuss weiß, was später mit dem Foto passieren soll. Will man es im Internet einschicken und ein Poster online bestellen, lohnt sich eine höhere Auflösung. Es kann aber passieren, dass das Foto dann im Standardformat unscharf wirkt.

Dieses Phänomen lässt sich ganz einfach erklären: Beim Druck auf Papier geht man bei Farbfotos von einer Größe von 300dpi aus. Diese Angabe bezeichnet die Punkte pro Zoll. Ein Zoll beträgt 2,54 cm. Rechnet man diese Angabe auf das Standardfoto im Format 10 mal 15 um, kommt man auf genau 2 Megapixel.

Das heißt im Klartext: 2 Megapixel reichen für ein genormtes Foto auf Papier völlig aus. Für die optimale Anzeige der Bilder auf einem 19 Zoll Computermonitor reichen sogar schon 1,3 Megapixel, denn mehr kann der Bildschirm ohnehin nicht darstellen.

Der Megapixel-Wahn: Vorsicht vor Bildrauschen!

Der große Nachteil bei der Pixelmaximierung ist das Bildrauschen, d.h., wie eng die einzelnen Bildpunkte auf dem Bildchip in der Kamera liegen. Daher sind viele kleine Pixel auf einem kleinen Chip von Nachteil und erzeugen starkes Bildrauschen, was sich in einem griseligen, unscharf wirkenden Bild zeigt.

Wer also Bilder mit hoher Auflösung zum Beispiel für Riesenposter machen will, sollte auch auf einen großen Chip in der Kamera achten. Große Chips haben z.B. eine Größe von 2/3“ (Typangabe).