Foto-Tipps

Fehler bei der automatischen Belichtungsmessung

Die meisten Einsteiger in der Digitalen Fotografie benutzen den Automatikmodus. Bei durchschnittlichen Motiven funktioniert das recht gut, bei diffusen Lichtverhältnissen geht er aber schon mal in die Knie.

Im Grunde ist die Automatik daran unschuldig, der Fehler liegt meist beim Belichtungsmesser, welcher manchmal an der einfachen Tatsache scheitert, dass die durchschnittliche Helligkeit des Motivs eine andere als die erwartete war.

Das liegt daran, dass er nur das vom Moitv reflektierte Licht, welches sich aus der Intensität der Lichtquelle und dem Reflexionsverhalten des Motivs zusammensetzt, reagiert. Bei gleicher Beleuchtung reflektiert ein heller Gegenstand als mehr Licht als ein dunkler, so erscheint weiß als weiß und schwarz als schwarz. Doch so einfach ist es nicht. Nur am angenommen geringen Helligkeitswert kann man nämlich nicht beurteilen, ob das Motiv ein dunkles ist und wenig Licht reflektiert oder ein helles ist und nur schwach beleuchtet wird.
Diese Information ist für eine korrekte Belichtung aber unerlässlich, da für beide Motive eine unterschiedliche Belichtung notwendig ist, um sie jewiels in den richtigen Farben darzustellen. Werden die Motive gleich belichtet, wie es die Kameraautomatik macht, wäre das Ergebnis auch gleich. Das helle Motiv würde also dunkler dargestellt werden, als es tatsächlich ist.
Als Fotograf erkennt man dieses Problem natürlich und belichtet entsprechend nach. Dies kann der Belichtungsmesser nicht, da erBildinhalte und die somit verbundene richtige Helligkeit nicht erkennen kann.
Um dennoch gute Ergebnisse ohne nachträgliche Korrektur zu erhalten, sind die Kameras auf mittelhelle Werte geeicht. Da ein Motiv meist aus verschiedenen Gegenständen besteht, welche das Licht auch unterschiedlich reflektieren, ergeben sie auch in ihrer Summe einen mittelhellen Wert, der von den Kameras erfasst wird.